Das was Jürgen bzgl. des Redoxwertes geschrieben hat, kann ich hier voll und ganz bestätigen, da ich seit mehr als 5 Jahren Ozon einsetze.
Leider wird hier immer wieder sehr übertrieben und Ozon als das Allheilmittel gepriesen.
Es kann aber lediglich nur eine hilfreiche Unterstützung sein.
Entscheidend ist zunächst aber ein ausgewogenes Verhältnis von Futtermenge, Anzahl der Koi pro m3, entsprechende Filterung, Wasserströmung im Teich und ausreichender Wasserwechsel.
Vielfach kann man lesen, das Redoxwerte von 200 mV eine 100% Keimbelstung bedeuten, 300mV ca. 10% / 400 mV nur noch 1%
und ab 700mV ist das Wasser steril.
Ob das so stimmt

Wenn das so wäre, wäre es ja ganz einfach, die Keimbelastung zu reduzieren.
Nachstehend ein Artikel aus einem Aquarienforum:
Die Bedeutung des Redoxwerts.
Der Redoxwert gibt Auskunft über die Oxidations- und Reduktionsvorgänge im Wasser. Bei der Oxidation werden Elektronen abgegeben, bei der Reduktion werden Elektronen aufgenommen, Dadurch entstehen Elektronenflüsse, deren resultierende Spannung vom Messgerät für den Redoxwert im MilliVolt (mV) angezeigt werden.
Eine Oxidation findet z.B. bei der Umwandlung von Ammoniak zu Nitrit und bei der Umwandlung von Nitrit zu Nitrat statt. Durch diese Umwandlungen steigt der Redoxwert.
An Stellen im Bodengrund, an denen kein Sauerstoff vorhanden ist, wandeln Bakterien Nitrat wieder in Nitrit um. Nitrit wird in gasförmigen Stickstoff umgewandelt. Der Redoxwert ist hier negativ, d.h. der Redoxwert sinkt.
Dennoch kann der Redoxwert nicht als Indikator für die Wasserverschmutzung betrachtet werden. Fehlt z.B. Sauerstoff, findet keine Oxidation und damit kein Elektronenfluss statt. Ammoniak sammelt sich im Wasser, ohne dass der Redoxwert verändert wird.
Da im Aquarium gleichzeitig verschiedene Oxidations- und Reduktionsprozesse ablaufen, gibt der Redoxwert als Summenwert über die Gesamtbilanz dieser Vorgänge Auskunft, macht jedoch keine Aussage zu den einzelnen Prozessen. Der Redoxwert informiert nur darüber, wie stark oxidierend oder reduzierend das gemessene Aquarienklima insgesamt ist.
Da die gemessenen Vorgänge im Aquarium langsam ablaufen und gleichzeitig die entsprechenden Messgeräte langsam arbeiten, sind nur Langzeitmessungen über einige Stunden oder Tage sinnvoll. Noch besser ist die ständige Überwachung des Aquariums durch Dauermessungen.
So läst sich z.B. die Auswirkung der Fütterung auf das Aquarienklima mit einem Redoxmessgerät beobachten. Nach der Fütterung nimmt der Sauerstoffgehalt durch den Stoffwechsel von Fischen und Bakterien ab. Der Redoxwert sinkt je nach Futtermenge mehr oder weniger stark und stellt sich nach einigen Stunden wieder auf den normalen Wert ein.
Zeigen langfristige Messungen, dass dieser Ablauf nicht mehr stattfindet, sind die Stoffwechselvorgänge im Aquarium vermutlich gestört. Je ausgeprägter der Ablauf ist, desto aktiver sind die Mikroorganismen im Aquarium. Durch langfristige Beobachtungen können die mikrobiologischen Vorgänge im Aquarium bewertet werden, bevor evtl. Veränderungen optisch sichtbar werden.
Wird der Redoxwert über einen größeren Zeitraum beobachtet, stellt man möglicherweise eine ständige Zunahme oder Abnahme der Redoxwerts fest. Der Wert driftet in eine bestimmte Richtung. Je höher der Wert ist, desto sauberer ist das Wasser, je niedriger der Wert ist, desto mehr ist das Wasser mit Schadstoffen belastet. Durch geeignete Pflegemaßnahmen, z.B. Wasserwechsel, wird versucht, den Redoxwert langfristig stabil zu halten.
Kurzfristige Änderungen des Redoxwerts sind oft auf die Empfindlichkeit der Messfühler zurückzuführen. Schnecken auf den Messfühlern beeinflussen z.B. die Messung, wie auch festsitzende Blätter oder Welse, die auf der Suche nach Futter die Fühler berühren. Um dies zu vermeiden sollte die Messelektrode geschützt angebracht werden, z.B. in einem Innenfilter.
Die Redoxspannung kann an unterschiedlichen Stellen völlig unterschiedlich sein. Im freien Wasser, in der Nähe von Pflanzen oder am Boden kann die Redoxspanne ganz unterschiedliche Werte annehmen. Es muss deshalb immer an einer Stelle und langfristig gemessen werden, wenn die Messergebnisse vergleichbar sein sollen.
Mit der Zeit wird die Platinoberfläche der Elektrode mit einer Oxidschicht überzogen. Diese Schicht entspricht den Wasserbedingungen. Da mechanische und chemische Einflüsse zu Störspannungen führen, sollte die Elektrode möglichst nicht gestört oder kalibriert werden. Die Bezugselektrode muss jedoch rechtzeitig befüllt werden. Die Bildung der Oxidschicht ist auch wahrscheinlich die Ursache, wenn bei neuen Elektroden der Redoxwert mit jedem Wasserwechsel zunächst stetig ansteigt.
Der Redoxwert wird auch als Redoxpotential oder Redoxspannung bezeichnet. Technisch gesehen entsteht durch Oxidation und Reduktion ein sog enanntes Potenzial. Erst durch Hinzunahme einer Bezugselektrode mit einem konstanten Potenzial, wird daraus eine Spannung, d.h. ein Messwert.
Was der Leitwert aussagt.
Der Leitwert misst die elektrische Leitfähigkeit des Wassers. Die elektrische Leitfähigkeit von Wasser hängt vom Salzgehalt des Wassers ab, da nur die Ionen der Salze elektrischen Strom im Wasser leiten. Ionen unterschiedlicher Salze leiten Wasser unterschiedlich gut.
Die Leitfähigkeit gibt also Auskunft über die im Wasser gelösten Salze. Die Leitfähigkeit LF wird in µS/cm (Mikrosiemens/cm) gemessen. Der Salzgehalt wird folgendermaßen berechnet: LF x 0,75 = Gesamtsalzgehalt in Milligramm je Liter. Sind die Karbonathärte KH und die Gesamthärte GH bekannt, so kann ermittelt werden, wie viele andere Salze zusätzlich im Wasser sind, z.B. Natrium, Chlorid und Nitrat.
Pille