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Autor Thema: Ozonwarnung im Radio, gilt die auch für Koiteiche ??  (Gelesen 5427 mal)
wr
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« am: 27. Juli 2010, 13:28 »

Hallo,

da das Thema offensichtlich von Intersse ist, werde ich in lockerer Folge ein paar Informationen hier zum Besten geben.
Aber erst muß ich mich noch an den Sauerstoffkonzntrator hängen um besser denken zu können.
Hängt Euch nie an den Ozongenerator, den Ozon ist schon in geringen Mengen ein Atemgift und verursacht
Kopf - für die Nordlichter - bzw. Schädel - für die Südlichter - weh.

Gruß Wolfgang
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« Antworten #1 am: 28. Juli 2010, 10:36 »

frag mal die , die so 12 mg reinballern 
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Claude
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« Antworten #2 am: 28. Juli 2010, 12:12 »

Hallo,

da das Thema offensichtlich von Intersse ist, werde ich in lockerer Folge ein paar Informationen hier zum Besten geben.
Aber erst muß ich mich noch an den Sauerstoffkonzntrator hängen um besser denken zu können.
Hängt Euch nie an den Ozongenerator, den Ozon ist schon in geringen Mengen ein Atemgift und verursacht
Kopf - für die Nordlichter - bzw. Schädel - für die Südlichter - weh.

Gruß Wolfgang


Hallo Wolfgang,

wir freuen uns auf deine von Sauerstoff beflügelten Informationen zum Thema Ozon.


Vielleicht werden uns die "Spezialisten" die sich sonst eher im Hintergrund halten auch ein paar gute Zeilen dazuliefern.  Wink

Liebe Grüsse nach Bayern und behalte vor allem deinen Humor!!!

 

Claude
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wr
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« Antworten #3 am: 02. August 2010, 13:00 »

hallo,

Um die Funktionen und die Handhabung des Ozons
besser verstehen zu können vorab ein paar Basics:

Ozon , der Name kommt aus dem Griechischen und leitet sich von dem Wort riechen ab. Das sollte aber niemanden
verleiten das wörtlich zu nehmen und daran zu riechen, denn dieses Molekül aus drei Sauerstoffatomen ist ein
starkes Oxidationsmittel und reizt in relativ geringen Dosen schon die Atemwege.

Aufgrund seiner hohen Reaktivität ist es auch eines der stärksten Zellgifte. Es vernichtet Bakterien, Pilze und
Viren.
Dabei verbindet es sich - bildlich gesprochen - mit den Fetten der Bakterienwand , so daß diese Wand löchrig wird,
das Bakterium die Zellwand nicht mehr abdichten kann und zugrunde geht. Bei Viren schädigt es die Hülle
und da besonders die Fortsätze, die ein Virus zum Andocken an der Wirtszelle braucht.

Wer jetzt einwendet , ach Ozon ist doch in der Medizin umstritten ... hat nur zum Teil
recht : Unbestritten ist die desinfizierende Wirkung auf Grund der hohen Reaktionsbereitschaft und nur die wird am
Teich genutzt.
Umstritten sind Therapien aus Ozon und Sauerstoffgemisch bei denen Ozon zum Teil aber nur zu 5 % beigemischt ist.
Hier wäre u.U. ein Versuch bei der Wundheilung des Fisches sinnvoll, in der Art, wie es zum Beispiel in der Zahnheilkunde mehrfach üblich ist.

Hierzu ein paar Bildchen :

http://ozon-therapie.net/ozontherapie-systeme


Ozon hat - findet es keinen Reaktionspartner- eine Halbwertszeit von 3 Tagen !!! Das wird beim Teich oft
übersehen und vergessen; aber auch mit einem Reaktionspartner kann es bis zu 30 Minuten meßbar sein. Damit wird für den
Teich zwingend eine Neutralisierung über Aktivkohle notwendig.

Ozon unterscheidet bei seiner Reaktion nicht ob gut oder böse und natürlich führt Restozon zu Rötungen und "Verätzungen" an
der Fischhaut und vorallem an den Kiemen. Optisch werden die Fische deutlich unruhiger und springen. Hier entsteht
oftmals der Eindruck als wären Parasiten zugange, aber mitunter ist es die nicht richtige Anwendung von
Ozon am Teich.

Es entsteht durch

 a. UV Strahlung vorallem durch die UVC-Strahlung
    aus dem All, die aber dann in eben dieser Ozonschicht
    hängen bleibt und damit die Erde vor UVC schützt.
    Bekannt aus der Problematik des Ozonloches.
 
 b. elektrisch Entladung das ist einmal das Gewitter, bei
    dem durch die elektrische Ladung Ozon entsteht , und
    weil Gewitter am Teich mitunter schwer zu handhaben
    sind : die am Teich üblichen Ozongeneratoren, das
    Gewitter des kleinen Mannes.

 c. durch chemische Prozesse bekannt aus Rundfunk und
    Fernsehen als Smogalarm.

Da es relativ instabil ist - wohlgemerkt relativ !!! das ist
später für die Anwendung am Teich wichtig - ist ein Lagerung
schwierig und nicht sinnvoll. Es wird daher zur Anwendung
jeweils an Ort und Stelle frisch hergestellt.

Für den Teich hergestellt werden kann Ozon durch

  a. UV Licht, aber Ausbeute und teilweise Handhabung
     sind unbefiedigend, nur ca. 0,5g/Stunde

  b. elektrolytisch, diese knopfzellenartigen
     Gebilde sind vereinzelt noch im Handel
     ca. 0,015g/Stunde ; hierzu gehört eigentlich auch
     die Elektrolyse aus Schwefelsäure, die aber
     auf Grund der Zutaten ausscheidet.

  c. stille Entladung, hier sind für Teichzwecke
     bis zu 2 g/Stunde möglich

Da die Variante c. für uns die größere Bedeutung hat, betrachten wir überwiegend diese Variante :

Was brauchen wir : als erstes mal Sauerstoff. Den gibt es bekanntlich zu 21 % kostenlos in der Luft.
Dann brauchen wir Energie um aus der stabilen O2 Verbindung eine O3 zu machen.



soweit Teil 1

Noch ein Wort zu der Bemerkung mit den 12 g : Ich werde in Folge noch ausführen daß Ozon zur Desinfektion bzw. Keimbekämpfung sehr hohe Dosen benötigt. Das ist aber nicht das Problem, das Problem und - hier werden die Fehler gemacht-
ist die Reaktionszeit und die richtige Handhabung. Dazu ein Versuch für zuhause : Eine Hand voll Nitrglyzerin ist nicht gefährlich, man darf es nur nicht fallen lassen ... . Wer kein Nitro zuhause hat ein anderes Beispiel : Ein Messer beim Tomaten schälen ist relativ ungefährlich, aber in der Hand eines Nachbarn, der ein andere Meinung über die Freundschaft mit seiner Frau vertritt sieht die Sache schon anders aus .....
Ich will damit sagen Ozon ist ansich nicht gefährlich, gefährlicher ist die Unwissenheit bei  der Anwendung.

Gruß Wolfgang


« Letzte Änderung: 12. August 2010, 16:09 von wr » Gespeichert
JürgenM
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« Antworten #4 am: 02. August 2010, 14:10 »

Hallo Wolfgang,

danke für diesen Top Beitrag.

LG Joy
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Claude
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« Antworten #5 am: 02. August 2010, 22:26 »

Noch ein Wort zu der Bemerkung mit den 12 g : Ich werde in Folge noch ausführen daß Ozon zur Desinfektion bzw. Keimbekämpfung sehr hohe Dosen benötigt.



Hallo Wolfgang,

vielen Dank für deinen Beitrag!

Welche Dosen werden zur Keimbekämpfung benötigt?
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Kigoi
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« Antworten #6 am: 02. August 2010, 22:57 »

Hallo

12 mg naja es gibt dutzende Leute die das mit 0,8 mg machen alles eine frage des wie nicht des wieviel.
l.g. Kigoi
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sofa Männer sind wie Kinder nur das Spielzeug ist teurer  sofa
Jürgen
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« Antworten #7 am: 02. August 2010, 23:18 »

Hallo Wolfgang,

Ozon hat - findet es keinen Reaktionspartner- eine Halbwertszeit von 3 Tagen !!! Das wird beim Teich oft
übersehen und vergessen;
Diese 3 Tage sind für die Atmosphärenforschung relevant. Ganz sicher nicht für den Teichbesitzer. Auch nicht in roter Schrift.

Zitat
aber auch mit einem Reaktionspartner kann es bis zu 30 Minuten meßbar sein. Damit wird für den
Teich zwingend eine Neutralisierung über Aktivkohle notwendig.
Wenn das O3-Molekül einen Reaktionspartner gefunden hat ist es kein O3-Molekül mehr und somit auch nicht mehr als solches nachweisbar. Entweder oder.... UVC-Strahlung ist übrigens ebenfalls sehr zuerlässig und lässt auch höhere O3-geschwängerte Volumenströme zu.  Wink
« Letzte Änderung: 03. August 2010, 09:24 von Jürgen » Gespeichert

------------------------------
Mfg...Jürgen
habesi
Gast
« Antworten #8 am: 03. August 2010, 07:57 »

Man merkt das hier die echten Ozon Experten schreiben. Shocked
Da kann man noch richtig was lernen.

ciao

Thomas

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« Antworten #9 am: 03. August 2010, 10:04 »

Hallo Jürgen,

wart´doch einfach ab, bis der Beitrag fertig ist.

Klar wenn es reagiert hat gibt es O3 nicht mehr. Wenn Du Deine Wurstsemmel gegessen hast , klar, ist sie weg. Es geht um die Zeit bis die Wurschtsemmel zum Mund kommt. Wenn Reaktionspartner im Wasser sind vergeht eine Zeit x bis es zu einer Reaktion  kommt  und die kann bis zu 30 Min. dauern. Und die Halbwertszeit soll die Leute sensibilisieren daß Ozon nicht
peng macht und weg ist ; aber schön , daß Du so neugierig bist. Etwas Geduld ich erklär auch noch wie´s im Teich funktioniert.
Hättest Du lieber blaue Schrift ??

an alle Anderen:

zur Dosis komme ich noch, denn die ist abhängig von der Indikation !! also vom beabsichtigten Zweck.

Gruß Wolfgang
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