Unsere Teichgeschichte
Über die Anfänge unseres ersten Teiches gibt es keine Bilder.
Wir wissen nur – unser Sohn Michael wollte als 8 jähriger Junge partout einen Teich mit Fischen. Da ich damals hinten im Garten Holzbretter für einen Auftrag verarbeitet hatte und eine Stelle brach lag, erlaubte ich ihm zu graben. Dies mit dem ehrenwerten Gedanken das gibt ja eh nichts. Der hört schneller wieder auf als das er begonnen hat.
Am Abend war zu meinem erstaunen ein Loch und verteilte Erde die einen etwa 2m3 grossen Teich erahnen lies. An der tiefsten Stelle über 50 cm. Dies 1995 im Frühling. Nun blieb mir keine andere Wahl als mitzumachen. Wir investierten einiges und waren zufrieden. Bei einem Kollegen durften wir 6 Goldfische fangen. Michael mit seiner Patin fuhr zu Sigi Lehmann und bekam 2 kleine Koi. Einen gelben und einen blauen mit rotem Bauch. Diese beiden wuchsen erstaunlicherweise viel schneller als die Goldfische. Im ersten Winter überliessen wir alles der Natur mit der grössten Selbstverständlichkeit. Alles ging gut. Im 2. Sommer wuchsen die beiden Koi wie die Weltmeister für unsere Verhältnisse. Wieder kam der Winter. Der war im Gegensatz zum ersten sehr hart. Leider verfroren die armen Koi. Bittere Tränen flossen.
In einem Baumarkt erspähten wir ein kleines Buch.
Mit diesem Wissen bauten wir einen Teich dazu. Doppelte Wassermenge und 120 cm tief.
Von einem Steinbildhauer bekam ich 3 Tonnen Sandsteine um der Sache Form zu geben.
So blieb der Teich bis 2004.

Da mittlerweile in der kleinen Pfütze 8 Koi aus demselben Baumarkt schwammen und wir merkten – jetzt kommen Probleme – entschlossen wir uns für einen Teichneubau. Hier muss ich sagen wir hatten in der Zeit von 1988 bis 2004 nur einen einzigen Abgang. Diesen im Winter 2003/04. Aus heutiger Sicht hatten wir keine Ahnung von Koihaltung. Einfach nur Glück!
Ein neues Buch und zusammengetragenes „Wissen“ ermutigten uns einen Quantensprung zu wagen. Er sollte schön, modern und dreimal so gross wie der alte sein. Zu stehen kam er an den Platz des 1. Teiches. Inspiriert vom Bachlauf in dem ich die Koi etwas sah und von einem Aquarium wollte ich eine Glasscheibe um die Koi aus meinem Atelier richtig sehen zu können. Für diesen Teich investierten wir damals in einen Centervortex Filter.

Bau + 3 Frisch erstellte Anlage

Zur Belohnung leisteten wir uns zum ersten Mal zwei richtig tolle Koi. Bei einem richtig guten Händler entschieden wir uns für einen Nisai Sandan Kohaku und einen Tancho Sanke. Leider währte die Freude nicht lange. Der Händler lieferte die Tiere und meinte der bestehende Bestand hätte Hautwürmer. Er bot mir eine kostenlose Behandlung aller Tiere an. Zum Entsetzen aller verrechnete er sich um eine Komastelle und behandelte mit der 10fachen Menge. Fatal wie es sich herausstellte. Bis auf einen Koi überlebte das keiner. Da es sein Fehler war, ersetzt er uns sämtliche Koi mit qualitativ hochwertigeren. Daraus resultierte mein bisher bestes Koibild 2007

Stetig baute ich an meiner Anlage etwas herum. Immer wurde sie raffinierter.
2006 erstellte ich ein Filterhäuschen. 2008/09 im Winter einen TF

Im Sommer 2009 ersetzte ich den Bachlauf durch einen zusätzlichen Biofilter. Und erfreute mich am Ganzen. Wir setzten erstmals bewusst wenig Laich in den Seerosenteich. Es überlebten 58 Jungkoi.

Die jungen Koi fischten wir im Herbst ab und verteilten sie in 2 Quarantänestationen.
Meine wurde eigens für diesen Zweck erstellt. Sie steht in meinem Atelier und hat permanent 19 bis 20 Grad. Der grösste Tosai misst zurzeit 25 cm. Der kleinste gut 5cm.

Der Winter 2009/10 ein sehr harter – bringt wieder einiges an Veränderungen.

Vier Koi kriegen im Frühling 2010 in anderen Teichen ein neues Zuhause. Sie ermöglichen es mir zwei Eigenzuchten zu behalten und einen Traum zu erfüllen. Seit ich im Buch Koi Bewertungen von Martin Kammerer den Maruten Shusui von Konishi gesehen habe, träume ich davon so etwas hegen und pflegen zu dürfen. Im Frühling zieht bei mir dieser Tosai ein.

Ein weiterer Meilenstein für 2010 wird mein bestelltes Mikroskop sein. Ich hoffe es möglichst nicht für die Bestimmung von Parasiten im eigenen Teich zu gebrauchen. Das erforschen vom Makro- und des Mikrokosmos faszinieren mich schon lange. Mit dem Mikrokosmos geht es nun einmal in eine Richtung.
Das ist unsere Geschichte in Kurzfassung. Jeder der selber über Jahre Koi hält, weiss das es viel mehr zu erzählen gäbe. haro