hallo,
ich möchte euch hier die gründe für die optische und technische gestaltung meines teiches erläutern.
grundgedanke war es, einen "preiswerten" und betriebssicheren koiteich zu gestalten, der im zuge einer späteren familienplanung auch leicht kindersicher gemacht werden kann.
ich habe eine einfache geometrische form gewählt, um beim bau mit den kellerbetonsteinen die arbeit gering zu halten, und um auch im hinblick auf den winter eine einfach abzudeckende form zu haben. ein weiterer vorteil in meinen augen sind die glatten wände, hier kann sich kein futter verfangen und langsam und stetig vor sich hin gammeln.
in den ersten planungen habe ich ein volumen von ca 55-60m³ incl filter angestrebt. nach überschlag der dann fälligen laufenden kosten, habe ich dann das volumen auf 30-35m³ eingegrenzt. so kann ich den teich incl futter, wasser, vlies, strom usw mit unter 150 euro monatlich betreiben. das ist dann für mich im rahmen und ich kann auch im hinblick auf die finanzen das hobby genießen.
der teich wurde so geplant, dass 50cm des teiches und der filterkammer aus dem boden herausragen. so sinkt die wahrscheinlichkeit enorm, das kinder oder andere besucher des garten ungewollt ein bad nehmen.
nach abklärung und "genehmigung" der teichgröße und form und der lage des teiches im garten, konnte es an den bau gehen.
hier mal einige bilder, die während des baus entstanden sind.

Shot with
Canon PowerShot A540 at 2007-08-15

[/quote]

[/quote]

[/quote]
alles wurde per hand ausgehoben, da ein bagger nicht ohne größere kollateralschäden in den garten zu bekommen war.
der teich ist fast komplett aus 17,5 cm starken kellerbetonsteinen aufgemauert worden. nur die freistehende wand zwischen filterkeller und teich wurde aus statischen gründen aus 17,5er schalsteinen und einigen metern stahl erstellt.
auf ein fundament wurde auf grund der tiefe und der damit unwahrscheinlichen frostverwerfungen verzichtet. der boden unter den mauern wurde aber während der erdarbeiten auch nicht aufgelockert.
während der ersten bauarbeiten wurde der ursprüngliche plan, epdm folie zu verlegen verworfen und ich habe mich für eine auskleidung mit pe entschieden. die bauweise aus pe ist in meinen augen nicht sehr viel teurer als folie, aber wesentlich haltbarer gegenüber mechanischen beanspruchungen.

[/quote]
der teichkörper ist fertig und der filterkeller entsteht.
die durchführungen für skimmer und die rückläufe wurden bereits verbaut.

[/quote]
der filterkeller ist fertig. man sieht auch ein 110er rohr in richtung gartenhütte abgehen. dort wurden dann die stromleitungen für alle steckdosen im keller verlegt und es bleibt die möglichkeit, weitere leitungen zu verlegen.
durch die kleine öffnung oben rechts wurden dann die rohre von den ba verlegt. die rohre sind somit zugänglich und könnten im bedarfsfall mit relativ geringem aufwand, ohne stemm- und abrissarbeiten gewechselt werden.

[/quote]
hier sieht man die lage der ba im teich.

[/quote]
die auskleidung aus pe und der erste filter sind drin.
in der mitte der tiefzone sieht man einen "teller" dort wohnt inzwischen die seerose und sorgt für etwas grün und schatten im tiefen bereich. den fischen gefällts und sie fressen mir die seerose nicht weg.

[/quote]
der pflanzgraben mit den lichtstegplatten, welche im frühjahr gegen auflagen aus edelstahl ausgetauscht werden.

[/quote]
die pflanzen sind schon etwas gewachsen.

[/quote]
der teich wurde mit holz verkleidet, unter den brettern befindet sich mittlerweile 30mm dämmung, um im winter die wärmeverluste zu minimieren.

[/quote]
der filterkeller wurde mit holz abgedeckt und die abdeckung vorerst in drei klappen unterteilt. damit sich die klappen leichter öffnen lassen, wurden heckklappendämpfer vom vw bus verbaut. nach anfänglichen problemen mit zu schwachen scharnieren funktioniert das jetzt einwandfrei.

[/quote]
der weg zu den garagen wurde gestaltet. viel platz zum vorbeilaufen bleibt nicht, was wiederum für die erhöhte bauweise spricht, um ungewollte fehltritte zu verhindern.

[/quote]

[/quote]
für den winter hab ich mir nach reiflicher überlegung eine abdeckung aus doppelstegplatten gebaut. so heizt sich die luft zwischen der abdeckung und dem wasser bei sonneneinstrahlung gut auf und der wind kann das wasser nicht auskühlen.
die abdeckung hatte sich bereits im ersten winter gerechnet. keine verluste bei tier und technik bei überschaubaren kosten.
zur sicherheit ist ein 2 kw elektroheizer in einer rückleitung verbaut, welcher auch benötigt wird.

[/quote]
durch eine etwas zu klein gewählte sifi war der pflegeaufwand etwas zu hoch für meinen verwöhnten geschmack und ich habe ein gutes angebot für einen vf aus pe und deutscher fertigung bekommen. der wechsel war schnell beschlossene sache und an einem tag erledigt ( abbau abdeckung des filterkellers, ausbau alter filter und anschluss vf ).

[/quote]

[/quote]
bedingt durch den filterwechsel wurde die abdeckung des filterkellers neu aufgeteilt. aus drei klappen wurden fünf. so ist das vlies schnell erreichbar.

[/quote]
versteckt hinter den pflanzen im pflanzgraben verrichtet ein tornado ewa seinen dienst. gespeist aus dem vf mit einer 4500 er pumpe.
eine "vogelperspektive im seitlichen tiefflug"

[/quote]
jetzt bin ich mit der anlage fast vollkommen zufrieden. der filter läuft bisher störungsfrei und der reine pflegeaufwand am teich liegt bei ca 1 h / woche. den rest der zeit kann ich damit verbringen, den fischen zuzuschauen.
zum schluss noch die technischen daten:
volumen teich: 32m³, 2m tief, flachzone 1m tief und pflanzgraben 0,75m tief.
2 ba in der tiefzone und ein skimmer ( einzeln regel- und verschließbar mittels 110er zugschieber ). 5 rückläufe in dn 50 ( regel- und verschließbar mit kugelhähnen ).
filter: 800mm vf von mamo-koi, 300 l helix im bioteil des vf.
uvc: tauch uvc 30 w aus lux in der sammelkammer.
pumpen: hp25000 als hauptpumpe und 4500er für den ewa
belüftung: koi pro 50 mit vier 13cm platten und zwei kugelausströmern. alle im bioteil des filters.
heizung: 2 kw heizer in einer rückleitung
besatz: aktuell 17 koi zwischen 40 und ca 60 cm
weitere aufnahmen vom garten und den fischen werden dann im laufe des jahres ergänzt. so ist aber schon einmal die basis mit einigen erklärungen zum wie und warum geschaffen.
wichtig ist mir noch zu sagen, dass es sicher gestalterisch dem japanischen vorbild entsprechende anlagen gibt, diese für mich aber auf grund des gartens, der umgebung, der ansprüche an den teich und der zur verfügung stehenden finanziellen mittel nicht in frage kamen.
alles arbeiten bis auf die auskleidung mit pe, die herstellung des filters und den anschluss der elektrischen leitungen wurden selbst mit hilfe der familie und eines arbeitskollegen durchgeführt. die kosten hielten sich dadurch im gesteckten rahmen und ich bin mit dem ergebnis zufrieden. kurz: klein fein und MEIN!

gruß
stefan